Montag, 18. Mai 2015

Rückblick am Montag - Nr. 116


Gehört: Bundesliga-Konferenz im Radio 
Gelesen: "Love Letters to the Dead" von Ava Dellaira (finde ich bisher eher mittelmäßig!)
Gesehen: "Big Bang Theory" und diverse erste Folgen auf der Suche nach einer neuen Serie
Getan: Hannover besucht, wo ich ja mal gewohnt habe, und viele schöne Blumen bestaunt
Gegessen: sehr leckeres Essen beim Griechen am Vatertag
Getrunken: viel Tee und Wasser und ein wenig was zum Anstoßen
Gedacht: "Hoffentlich habe ich in den nächsten Jahren auch endlich einen Balkon!"
Geärgert: über kaputte Fahrräder und verletzende Worte
Gefreut: über die angenehm kurze Woche und eine gute Zeit mit der Familie
Gekauftein paar kleine Gastgeschenke
Gestaunt: dass ich mich seit einiger Zeit so sehr für Pflanzen interessiere

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!

Sonntag, 17. Mai 2015

Buchgeschreibsel Nr. 3 - Über "Gute Geister" und Buchverfilmungen

Letztens habe ich endlich mal "Gute Geister" von Kathryn Stockett als Hörbuch gehört. Ein Buch, was schon so lange auf meiner Wunschliste verweilt hat, dass ich es nun endlich mal in Angriff nehmen musste. Es geht um farbige Haushaltshilfen Anfang der 60er Jahre im Süden der Vereinigten Staaten. Und um die junge Skeeter, die gerade das College abgeschlossen hat und nun Journalistin werden möchte. Da der Einstieg in diesen Beruf aber gar nicht so einfach ist, ist sie froh in ihrem Heimatort Jackson in Mississippi die Haushaltskolumne bei der lokalen Tageszeitung übernehmen zu dürfen. Doch da Skeeter gar keine Ahnung von Haushaltsführung hat, wendet sie sich an das farbige Hausmädchen Aibileen, um von ihr Tipps für ihre Kolumne zu erhalten. Dadurch bekommt sie immer mehr Interesse am Leben der farbigen Hausmädchen in Jackson und ihr kommt die Idee ein Buch über dieses Thema zu schreiben. 


Die Geschichte wird aus der Perspektive von zwei verschiedenen Hausmädchen und Skeeter geschildert. Das ist beim Hörbuch meiner Meinung nach auch gut umgesetzt, in dem auch drei verschiedene Sprecherinnen eingesetzt wurden. Überhaupt finde ich das Hörbuch sehr empfehlenswert! Nachdem ich auch hin und wieder gelesen hatte, dass der Slang der Hausmädchen teilweise sehr merkwürdig ins Deutsche übersetzt wurde und das Leseerlebnis mindern würde, ist mir das beim Hören des Buches nicht negativ aufgefallen. Mit über 19 Stunden Spieldauer muss man aber auch ein wenig Durchhaltevermögen mitbringen. 

Insgesamt hat mir die Geschichte richtig gut gefallen. Es ist eine eher ruhige Geschichte. Nach und nach bekommen wir Einblick in die Leben der unterschiedlichen Figuren und ganz langsam entwickelt sich daraus die Dynamik und Spannung. Auch die Stimmung in dem Buch konnte mich voll und ganz überzeugen. Immer wenn ich das Buch anhörte, fühlte ich mich gleich nach Jackson in die frühen 60er Jahre versetzt. Mir gefiel das ausführliche Kennenlernen der Charaktere ebenso wie die eher gemächlich fortschreitende Handlung. Meine Freundin las das Buch etwa zur gleichen Zeit und hat es nach der ersten Hälfte abgebrochen, weil es ihr zu langweilig war. Daher würde ich das Buch auch nur weiterempfehlen, wenn ihr generell auch mal gerne eher ruhigere Geschichten lest und Interesse an der Thematik habt.  

Anschließend wollte ich am liebsten sofort den Film anschauen. Meine Erfahrung lehrte mich bisher allerdings immer, dass ich damit lieber ein wenig warte. Ich vergesse genaue Details meistens immer recht schnell und gehöre dann zu den Menschen, die meistens gar nicht merken, was im Film geändert wurde. Aber dieses Mal war ich irgendwie besonders neugierig die Verfilmung anzusehen und habe nur etwa eine Woche damit gewartet. Ein Fehler! Mich hat wahnsinnig genervt, was im Film alles im Schnelldurchlauf abgehandelt wurde und was komplett geändert wurde. 

Rückblickend muss ich aber sagen, dass der Film wahrscheinlich gar nicht so schlecht war. Über 19 Stunden Hörbuch in Spielfilmlänge zu packen sind dabei ganz gut gelungen. Er war unterhaltsam und das Wichtigste wurde ganz gut vermittelt. Über Längen kann man sich beim Film nicht beschweren! Und trotzdem würde ich jederzeit eher das Buch als den Film empfehlen. 

Es war eine ganz gute Erinnerung wieder meine gewohnte Pause zwischen Buch und Film einzulegen. Vor ein paar Wochen habe ich zum Beispiel auch endlich die "Bestimmungs"-Trilogie gelesen. Da wäre es dann sicher ganz klug noch eine Weile zu warten bevor ich mir mal die Verfilmung des ersten Teils ansehe. Der zweite Teil war ja sowieso erst gerade im Kino. Wie ist das bei euch? Braucht ihr auch eine Pause zwischen Buch und Film zur neutralen Bewertung? Dass erst das Buch und dann der Film kommt ist sowieso klar, oder? ;-)

Montag, 11. Mai 2015

Rückblick am Montag - Nr. 115


Gehört: wieder mal mehr Radio
Gelesen: "Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé (Die Hälfte ist geschafft!)
Gesehen: "The Good Wife" und "Big Bang Theory"
Getan: viel mit Freunden gelacht und das schöne Wetter an Muttertag genossen
Gegessen: einen Schoko-Bananen-Tassenkuchen... leider nicht so lecker wie er aussah
Getrunken: viel zu viel Kaffee gegen die Müdigkeit
Gedacht: "Wenn ich absage, geht die Welt auch nicht unter."
Geärgert: über meine Unentschlossenheit 
Gefreut: mich wieder mehr zum Sport aufraffen zu können 
Gekauftnur Lebensmittel 
Gestaunt: über einen interessanten Hospitationstag 

Montag, 4. Mai 2015

Rückblick am Montag - Nr. 114


Gehört: "Schneeleopard" von Tess Gerritsen als Hörbuch begonnen
Gelesen: "Only Mine" von Susan Mallery beendet 
Gesehen: "The Good Wife"
Getan: per Briefwahl gewählt und ein weiteres Vorstellungsgespräch hinter mich gebracht
Gegessen: Spargel-Curry-Suppe und Gnocchi mit Tomaten-Mozzarella-Soße
Getrunken: nur Kaffee, Wasser und Tee 
Gedacht: "Bin ich auf dem richtigen Weg?"
Geärgert: über meine Müdigkeit 
Gefreut: über das wunderbare Laufwetter am Samstagmorgen
GekauftDekoration und Postkarten, wenn man schon einmal bei "Hema" vorbeischauen kann
Gestaunt: über oberflächliche Vorurteile bei Menschen, bei denen man es nicht erwartet hat

Ich wünsche euch eine wunderschöne neue Woche! 

Freitag, 1. Mai 2015

Buchtipp: "Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims" von Annabel Pitcher

Es gibt Bücher, die kaufe ich mir ganz bewusst. Und es gibt Bücher, die landen einfach so bei mir. So wie "Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims". Der Titel und die Optik des Covers gefielen mir schon länger, konnten mich aber nie so voll und ganz zum Kauf verleiten. Bis ich das Buch dann eines Tages auf einem Mängelexemplar-Tisch entdeckte und für nicht einmal zwei Euro zwang es mich quasi dazu, es endlich mit zu mir nach Hause zu nehmen. Eine gute Entscheidung! 


In der Geschichte geht es um den 10-jährigen Jamie Matthews, der vor fünf Jahren eine seiner beiden Zwillingsschwestern bei einem Terroranschlag in London verloren hat. Seit dem hat sich das Leben in seiner Familie sehr verändert. Seine Mutter hat in einer Trauergruppe einen neuen Mann kennengelernt und ihre alte Familie verlassen. Sein Vater trinkt zu viel und ist mit seiner Schwester Jas und ihm von London auf's Land gezogen. Auch seine tote Schwester Rose lebt weiter bei ihnen. In einer Urne auf dem Kaminsims.



Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn auch ich wusste vor dem Lesen gar nicht, worum es in dem Buch genau geht und habe das als sehr positiv empfunden. Vielleicht hat es mich auch gerade deshalb emotional so sehr gepackt. Ich habe in schwierigen Situationen so sehr mit Jamie mitgelitten und mich in guten Momenten so sehr mit ihm gefreut wie es Protagonisten nur selten schaffen. Am Ende musste ich das Buch sogar mehrmals zur Seite legen, weil mich die Tränen am Weiterlesen gehindert haben. Man sollte sich das letzte Buchdrittel also nicht unbedingt für die nächste Bus- oder Bahnfahrt aufheben. 

Und im Gegensatz zu Jamie empfindet man als erwachsener Leser wohl auch viele für ihn normale Alltagssituationen ganz anders. Man ist auf Jamies Eltern teilweise richtig wütend und gleichzeitig schafft es Annabel Pitcher, dass man nicht nur Wut, sondern auch Mitgefühl hat, da man durch Jamie auch ihre guten Seiten in Erinnerung gerufen bekommt. 
Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen, nachdem ich etwas skeptisch war, ob mir ein Buch aus der Perspektive eines 10-Jährigen gefallen könnte. Aber das ist überraschend gut gelungen!



Die Geschichte ist einfach mal was Anderes. Gerade in letzter Zeit habe ich das Gefühl, wenn ich mir in der Buchhandlung die Klappentexte von Büchern durchlese, dass sie mir zum größten Teil bereits bekannt vorkommen oder nur kleine Abwandlungen von anderen Geschichten sind. Vielleicht habe ich da gerade nur eine komische Phase. Oder ich lasse mich von der Optik der Bücher zu sehr zu immer wieder den thematisch gleichen Büchern greifen, aber es tat wahnsinnig gut in dieser Phase mal eine Geschichte zu lesen, die so ganz anders ist.